Der Gasanbieter Wechsel
Sie wollen Ihren Gasanbieter wechseln, weil Ihnen Ihr derzeitiger zu teuer ist? Das sollte kein Problem sein, wenn Sie einige Dinge befolgen bzw. wissen. Mit dem Gasanbieter Wechsel, der seit knapp zwei Jahren möglich ist, sind keine technischen Änderungen nötig. Seien Sie nicht irritiert, wenn Ihr ehemaliger, örtlicher Gasanbieter zum Ablesen des Zählers kommt. Dies kann, muss aber nicht so sein.
Der kostenlose GAS-Tarifrechner
Die Rechung müssen Sie natürlich bei Ihrem neuen Versorger begleichen. Praktischerweise übernimmt die neue Gasgesellschaft die Kündigung Ihres alten Vertrages. Der neue Versorger muss über den gewünschten Liefertermin, die Zählernummer, den Zählerstand und Ihren bisherigen Versorger informiert sein. Welcher Gasanbieter für Sie der richtige ist, hängt unter anderem von Ihren Verbrauchsgewohnheiten ab.
Es gibt Tarife für Wenig-, Normal- und Vielverbraucher. Im Internet vorhandene Tarifrechner erleichtern Ihre Suche beim Gasanbieter wechseln. In die Maske geben Sie die geforderten Daten ein, wozu vor allem Ihre Postleitzahl sowie Ihr wahrscheinlicher Gasverbrauch gehören. Kennen Sie Ihren Gasverbrauch nicht, gibt es Richtwerte, an die Sie sich halten können.
Lassen Sie sich von den Begrifflichkeiten in der Rechnung nicht irritieren. Der Arbeitspreis ist der Preis für die verbrauchten Kilowattstunden, während der Verrechnungspreis den Verwaltungsaufwand für die Rechnungserstellung und den technischen Aufwand wiedergibt. Mit Netzentgelten werden die Kosten für die Netznutzung beglichen.
Sollte es beim Wechsel zu einer zeitlichen Lücke zwischen dem alten und neuen Anbieter kommen, brauchen Sie keine Angst zu haben, kein Gas mehr geliefert zu bekommen. In solchen Fällen ist der lokale Grundversorger gesetzlich verpflichtet, in der Zwischenzeit einzuspringen. Nur müssen Sie für diesen Zeitraum mit höheren Gaskosten rechnen.
Der seit Mai 2006 mögliche Gasanbieter Wechsel ist leider noch nicht so weit fortgeschritten wie der Wechsel des Anbieters beim Strom. In den meisten Regionen Deutschlands besteht nach wie vor eine geringe Auswahl an Gasanbietern zur Auswahl. Jedoch ist langsam eine Kehrtwende auf dem Markt beobachtbar. Nimmt man die bundesweiten Postleitzahlen zur Grundlage der Untersuchung, stellt man fest, dass in über der Hälfte der Fälle nur ein weiterer Gasanbieter zur Verfügung steht.
Von 7378 untersuchten Postleitzahlengebieten stehen in 59% der Fälle neben dem örtlichen Gasversorger nur ein externer Anbieter zur Auswahl. Norddeutschland ist, was die Auswahl anbelangt, am begünstigsten. 21% beträgt die Zahl derer, die immerhin zwei externe Gasanbieter vorweisen können. Mit neun alternativen Anbietern können 4,9% der Postleitzahlegebiete schon für mehr Vielfalt sorgen.
Dort kann man von einem Wettbewerb sprechen, der sich naturgemäß auf den Preis und damit positiv auf den Geldbeutel des Endverbrauchers auswirkt. Anderswo kann man nur von monopol- oder oligopolistischen Verhältnissen sprechen. In 0,1% der Untersuchungseinheiten kommen elf zusätzliche Anbieter in Frage. Dies ist in Hamburg der Fall.